Ahlener Zeitung: "Die Botschaften der Ureinwohner Australiens gehört" PDF Print
Ahlen (ulm) "Ahlen wird exotisch, wenn auch nur für kurze Zeit." Am Sonntag wurde im Heimatmuseum die Kunstaustellung "Round about Kunmanqurr - Australische Impressionen" mit den Bildern von Mira von Rudorff eröffnet.
"Mit der Kunst der Aborigines wird Wissen vermittelt. Die Umwelt wird nicht abgemalt, sondern malerisch übersetzt, um eine Geschichte zu erzählen", so Dr. Ute Ewering. Mit einer kurzen Einführung gab sie dem kunst- und kulturinteressierten Publikum einen Einblick in die jahrhundertealte Kunstgeschichte der australischen Ureinwohner.
"Mira von Rudorff ", so Ewering. "hat die Botschaft der Aussagen empfangen, In ihren Bildern gibt sie ihre Empfindungen und Eindrücke wieder, ohne zu imitieren."
Die Farben in den Bildern der Mira von Rudorff spiegeln die gesamte Natur des fünften Kontinents wider. Leuchtendes Blau als Symbol für Himmel und Wasser. zarte Gelb- und Ockertöne für den Erdbereich.
"Schwarz ist für mich die Farbe der Schatten", so von Rudorff, beeindruckt von der Kraft der australischen Sonne. Die aus Burgsteinfurt stammende Künstlerin verzichtet in ihren Bildern auf eine tiefenräumliche Darstellung. Einfache Formen von pflanzenartigen Gebilden, Engelshaien, Baummenschen und der Regenbogenschlange "Kunmanqurr" erzählen Geschichten aus der australischen Mythologie. Musikalisch untermalt wurde die Eröffnung von Didgeridoo-Spieler Jürgen Breuninger. "Niemand kann ein Didgeridoo so spielen wie ein Aborigine", erklärte die Künstlerin, "doch als ich vor einem Jahr ein Konzert von Jürgen Breuninger hörte, wusste ich, er kommt der Musik sehr, sehr nahe." Als einen "kulturellen Brückenschlag vom Ahlener Heimatmuseum nach "down under" bezeichnete Bürgermeister Benedikt Ruhmöller die Kunstausstellung und sieht damit seine wiederholt getroffene Feststellung bestätigt: "Ahlen ist die Kulturhauptstadt der Region.